Wettbewerb Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen 2002

© RaumundVision - Karsten Diestel, Monika J. Mehringer mit Dorothea Haas

Die vorgefundene Situation der Gedenkstätte Bergen-Belsen wird durch die idyllische Friedhofs- und Landschaftsgestaltung der Nachkriegszeit gekennzeichnet. Außer den Massengräbern und den wenigen überwachsenen Resten vor allem im Bereich der Wachmannschaften sind kaum Spuren des Konzentrationslagers zu erkennen. Die entstandene Wald- und Parklandschaft wirkt eher als Metapher des Vergessens und der Verdrängung.

Unser Konzept sieht vor, diese Wirkung umzudrehen und Spuren zu legen, die innerhalb der bestehenden Situation Hinweise auf die historischen Schichten des Ortes legt. So soll eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Geschehen provoziert, die Erinnerung an die NS-Verfolgung und den Holocaust wach gehalten und das Gedenken an die Opfer und die Trauer um die Toten in angemessener Weise ermöglicht werden.

 

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